Verlag Stahlschlüssel Wegst GmbH
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Wissenswertes über Nickel im Stahl

Ni Schmelzpunkt 1455 °C Nickel

Bewirkt bei Baustählen bedeutende Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit, auch im Tieftemperaturbereich und wird deshalb zur Erhöhung der Zähigkeit in Einsatz-, Vergütungs- und kaltzähen Stählen zulegiert. Alle Umwandlungsprodukte (A1 - A4) werden durch Ni gesenkt; es ist kein Karbidbildner. Durch starke Ausweitung des γ-Gebietes verleiht Ni in Gehalten von mehr als 7% hoch-Cr-haltigen chemisch beständigen Stählen Austenit-Struktur bis weit unter Raumtemperatur. Ni allein macht den Stahl auch in hohen Prozentsätzen nur rostträge, ergibt jedoch in austenitischen Cr-Ni-Stählen Beständigkeit gegen den Einfluss reduzierender Chemikalien; die Beständigkeit dieser Stähle in oxydierenden Substanzen wird durch Cr erreicht. Austenitische Stähle haben bei Temperaturen oberhalb 600°C eine höhere Warmfestigkeit, da ihre Rekristallisationstemperatur hoch liegt; sie sind praktisch nicht magnetisierbar. Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit werden stark vermindert. Hohe Ni-Gehalte in genau begrenzten Legierungsbereichen führen zu physikalischen Stählen mit bestimmten physikalischen Eigenschaften, z. B. geringe Temperaturausdehnung (Invartypen).